Berichte aus dem Trainingslager in Peniscola/Spanien
Nach einem mäßigen Frühstück und viel blödem quatsch, fuhren wir schon um 9 Uhr morgens auf die verdammt knallharte Runde, nach sieben Tagen dauerknechten im Sattel. Die frühere Startzeit rührte daher, dass Pia Weber und Matthias Beier erst zu diesem Zeitpunkt anlässlich der Klausuren eingeflogen wurden. Die Runde führte uns von Benicarlo über Calig, San Jordi, Traiguera, San Rafael und La Senia. Bis hier war das Höhenprofiel mehr oder weniger flach. Als wir den berüchtigten Stausee passierten fanden wir uns wieder mitten in einem äußerst langen, windigen und schlecht asphaltierten Anstieg bis Boixar. Ab hier wurde das Gelände wellig und der Asphalt grenzwertig bis Castell de Cabres. Als zweiten Pass passierten wir hinter Morella noch den Port de Queroll, bevor es über Xert, St Mateu, Cervera und Calig zurück nach Benicarlo ging. In Peniscola angekommen zwangen uns die fehlenden Kilometer zu einer windigen Zusatzrunde. Nach dieser Runde mit reichlich Wind und Höhenmetern freuten sich alle auf den ersten Ruhetag.
Samstag 16.02.2013 von Martin
RUHETAG:
Am 16.02. stand für einen Teil der Schwalben der erste Ruhetag in diesem Trainingslager an. Max, Moritz, Franzi und Manuel mussten leider schon die Heimreise antreten, wurden aber teilweise durch Pia und Matthias ersetzt. Während Matthias und Pia die erste „richte“ Runde über Calig, Sant Jordi, Xert und San Mateu drehten, konnten es die anderen Schwalben ohne den sonst obligatorischen Frühsport anderen ruhiger angehen lassen, etwas länger schlafen und eine ruhige Runde über Vinaros, Calig und einem kleinen Abstecher auf die örtliche Radrennbahn drehen. Nach einem Einkaufsbummel im nahegelegenen Einkaufszentrum, um die Speisekammern wieder aufzufüllen, klang der viel zu kurze Ruhetag in Richtung Abendessen aus und es bleibt zu hoffen, dass alle gut erholt in den nächsten Trainingsblock inkl. Königsetappe starten können
Sonntag 17.02.2013 von Christian
7 Uhr 50: In den Zimmern der RSV Radler stehen nun auch die Letzten die „Langschläfer“ auf, um sich auf das alltägliche Prozedere des Frühsports vorzubereiten.
8 Uhr 01: Es werden Geldstrafen in unbekannter Höhe an vier nicht namentlich genannte „Langschläfer“ verhängt.
8 Uhr 20: Aufgrund der geringen Teilnehmeranzahl in der zweiten Woche, ist der Frühsport ungewohnt früh beendet.
8 Uhr30-9 Uhr 10: Die letzten Fahrer verlassen nach einem reichhaltigen Frühstück den Essensaal des Peniscola Plaza, um sich auf die heutige (vermeintlich einfache) Trainingsetappe über180km vorzubereiten.
10 Uhr 00: Pünktlich um 10 Uhr werden noch Sponsorenfotos gemacht, auch um zu zeigen wie dankbar wir für die Unterstützung durch die diversen Sponsoren sind.
10 Uhr 10: Endlich Abfahrt auf die lange, kräftezehrende Etappe durch das schöne spanische Hinterland.
10 Uhr 20-13 Uhr 00: Den Anfang der Etappe bildet die fast schon alltägliche Einfahrt ins Trainingsgebiet Calig über Cervera bis nach San Mateo über leicht welliges Gebiet, danach leicht ansteigend über Tirig nach Albocasser, ab Albocasser sollten wir in das eigentlich Trainingsgebiet des heutigen Tages vorstoßen.
13 Uhr 10-14 Uhr 30: Nach einem kleinen, nicht gewollten Umweg bei Vall d‘Alba, positionierten ich die schnellen, nicht so bergfesten Fahrer vorne in der Trainingsgruppe, um sich eine perfekte Ausgangsposition für den nun anstehenden Anstieg zu sichern. Nach gut 15 km Anstieg war das Dach des heutigen Tages erreicht, auf gefühlten 2000m ü. N.n. Die Gruppe war zwar in viele kleine Teile gespalten, dennoch mußten die Ersten nicht lange auf die Letzten warten. Über leicht welliges bergiges Hinterland fuhren wir über Vilar de Canes wieder zurück nach Albocasser. Ein persönliches Highlight für Mathias war die zweimalige Überquerung des Meridian, der unser Trainingsgebiet bei Albocasser kreuzt.
14 Uhr 40-16 Uhr 00: Nach der Fahrt durch Albocasser hatten wir schon den Geruch unserer Nudeln in der Nase, was den Nach-Hause-Weg ungemein verkürzte. Nichtsdestotrotz mussten wir bei La Salsadella noch einen giftigen Anstieg über drei steile Kilometer hinter uns bringen, auch hier wurden kurz die Messer gezeigt, dennoch konnte sich keiner der 9 Fahrer entscheidend absetzen. Den letzten Teil der bisher längsten
Etappe, bildete die Nationalstraße in Richtung Peniscola, für die Fahrer im
Windschatten eine willkommene Chance um die geschundenen Beine etwas zu
lockern, für den einen Fahrer in der Führung eine letzte Möglichkeit um sich zu
beweisen. Einen ansprechenden Abschluss bildete die gemeinsame Fahrt über die
Promenade von Peniscola, auch hier wurden nochmals die (Bein)-Muskeln gezeigt,
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